Doctor Park

Ein heißer Tipp der Einheimischen: Doctor Park Trail in der Nähe von Crested Butte. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Vielleicht etwas übermotiviert bauten wir kurzerhand zwei Verlängerungsoptionen ein, die uns über Teile des Flag, Bear, Deadman und Colorado Trails führten. Am späten Nachmittag hatten wir dann nach einem „deep water crossing“ und einigen „hike your bike“ Passagen den Einstieg des Doctor Park Trails erreicht. Die Erwartungen waren groß und wurden nicht enttäuscht. Nach einem kurzen Stück Downhill-Geballer wandelt sich der Trail in einen superschnellen „Aspen Tree“ Slalom, der uns direkt am North Bank Campground ausspuckt. Dort wartet auch schon unser mobiles Ferienhaus.


Crested Butte, CO

Dieser Ort ist magisch! Er ist umgeben von den Elk Mountains, von „Aspen Tree“ Wäldern und unendlich vielen Wildblumen. Crested Butte strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, die Welt scheint sich hier etwas langsamer zu drehen. Vor jedem Haus stehen Cruiser-Bikes, für viele ist er auch die Wiege des Mountainbike-Sports und nicht zu unrecht beschreibt ihn der Reiseführer als „painfully pretty“. Es ist der letzte Ort bevor der Highway 135 einfach in den Bergen endet. Genau hier beginnt die Schotterstraße namens Gothic Road, die uns zunächst zum Schofield Pass und zugleich zum Einstieg des „401 Trails“ bringt. Nach ein paar knackigen Höhenmetern bergauf beginnt der Spaß: Singletrail-Surfen in einem Meer aus Wildblumen!
Das war überwältigend und überraschend zugleich, da wir vor 6 Jahren schon einmal hier waren (damals allerdings im Herbst) und hier nur einen von Kühen zertrampelten und gefrorenen Trail ohne eine einzige Blume vorfanden. Eine gute Entscheidung diesmal schon im Juli hier vorbei zu schauen!


Breckenridge, CO

Zufällig war am gleichen Wochenende ein Rennen namens „Breckenridge 100“. Die Rede ist hier von einem 100 Meilen Rennen (also 160 km) fast ausschließlich auf den zauberhaften Trails der Gegend. Nach unserer ersten Tour war klar, dass wir als Flachland-Indianer hier bei keinem Rennen antreten brauchen. Die Trails liegen alle auf über 3.000 Meter und daran werden wir bei jedem noch so kleinen Anstieg erinnert.

Anstatt die Trails im Rahmen des B100 Rennens zu fahren haben wir uns dann doch aufs Tourenfahren „beschränkt“. Auch ohne Rennen hat am Georgia Pass das Vergnügen begonnen: 30km “Colorado Trail” vom Feinsten. Hierbei handelt es sich um einen 800 km langen Fernwanderweg von Denver nach Durango, d.h. wir haben noch weitere 770 “Colorado Trail” Kilometer zu erkunden!


Wer hätte das gedacht …

… drei Tage ohne Bikes, dafür mit Rucksack, Zelt, Wanderstiefel & Bärencontainer bewaffnet, startete unsere erste Backcountry-Hiking-Tour im Rocky Mountain National Park. Victor, der Ranger bei dem wir unsere Camping-Erlaubnis kauften, hat uns den “Old Forest Inn” Campground empfohlen. Dort haben wir für 2 Nächte unser “zu Hause” eingerichtet & sind am nächsten Tag mit etwas leichterem Gepäck Richtung Fern und Odessa Lake aufgebrochen. Dort haben wir bei einem kurzen Regenschauer die Bruckners kennengelernt, die es sich mit uns gemeinsam unter unserem Tarp gemütlich machten. Am Abend hatten wir dann die gesamten 19km des “Bear Lake Loops” in den Beinen.




Boulder, CO

… war unser zweiter Stopp nach Denver. Craigin & Kaye, die wir am Trailhead kennenlernten, haben uns die Betasso-Trails wärmstens empfohlen und uns kurzer Hand eingeladen auf ihrem Grundstück zu übernachten. Bereits nach dem ersten knackigen & technischen Anstieg war uns klar, dass wir länger in Boulder bleiben werden. Oben bei Betasso angekommen erwartete uns Pumptrack-Feeling pur – flowig bergauf & bergab. Auch die anderen beiden Trail-Gebiete (Walker Ranch & Hall Ranch) können sich sehen lassen.

Die ersten Worte auf amerikanischem Boden:

“Welcome to your unexpected stop in Atlantic City”

Eine halbe Stunde vor der planmäßigen Landung in Philadelphia wurde der Airport wegen Unwetter geschlossen, was mit ein paar Warteschleifen überbrückt werden sollte. Doch das Gewitter war hartnäckig und unser Kerosin neigte sich dem Ende zu. Unser Flieger wurde zum Auftanken nach Atlantic City umgeleitet. Nachdem mehrere Flugzeuge den gleichen Plan hatten, verbrachten wir fast 3 Stunden in Atlantic City (im Flieger sitzend!) bevor es für die restlichen 100 km noch einmal in die Luft ging.