Demuthpassage

Sexten, Italy

Der erste Wintereinbruch hat uns erwischt. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel so viel Schnee, dass wir unsere Tour zur Silianer Hütte (2.447m) und weiter über den karnischen Grenzkamm zwischen Österreich und Italien um einen Tag verschieben mussten. Zwar war der Schnee heute weg, bei 5 Grad mit
eisigem Wind im Gesicht fühlte sich das oben am Kamm aber immer noch nicht nach Sommer an. Wie gut, dass für die nächsten Tage wieder Temperaturen jenseits der 30 Grad angesagt sind.

Dreifingerscharte

Bruneck, Italy

Mit circa 30 (!) weiteren Wohnmobilen teilen wir uns den freien Übernachtungsplatz auf dem Seilbahn-Parkplatz am Kronplatz. Entgegen der Erwartung sind hier
mehr Fußballfans als Mountainbiker unterwegs, was an dem Fußballcamp von Inter Mailand auf dem gegenüberliegenden Sportplatz liegt. Nachdem gestern die Seilbahn aufgrund eines 3-stündigen Stromausfalls nicht fuhr und wir kurzerhand eine Alternativtour auf den gegenüberliegenden Tesselberg starteten, konnten wir heute endlich die Dreifingerscharte in Angriff nehmen. Die ersten 1200 Höhenmeter auf den Kronplatz schenkt uns die Seilbahn. Dann geht’s auf dem neugebauten Furcia-Trail bergab zum Furkelpass (1.789 m), um dann die Dreifingerscharte auf 2.330 m überwiegend tragend zu erklimmen. Als Belohnung wartet oben eine
fantastisches Bergpanorama und ein Trail ganz für uns allein.

Hartman Rocks…

ein riesiger Spielplatz für Mountainbiker, Motocrosser, Quadfahrer, Trailrunner und Dog Walker in Gunnison, Colorado. Besonders gut hat uns der Freefall und der Ridge Trail gefallen. Zudem gab es tolle Campsites in den „Rocks“, die wir jedoch diesmal ausgelassen haben, da wir unserem mobilen Ferienhaus die „Kill Hill“ Road nicht zumuten wollten, eine sehr steile Schotterstraße.


Doctor Park

Ein heißer Tipp der Einheimischen: Doctor Park Trail in der Nähe von Crested Butte. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Vielleicht etwas übermotiviert bauten wir kurzerhand zwei Verlängerungsoptionen ein, die uns über Teile des Flag, Bear, Deadman und Colorado Trails führten. Am späten Nachmittag hatten wir dann nach einem „deep water crossing“ und einigen „hike your bike“ Passagen den Einstieg des Doctor Park Trails erreicht. Die Erwartungen waren groß und wurden nicht enttäuscht. Nach einem kurzen Stück Downhill-Geballer wandelt sich der Trail in einen superschnellen „Aspen Tree“ Slalom, der uns direkt am North Bank Campground ausspuckt. Dort wartet auch schon unser mobiles Ferienhaus.


Crested Butte, CO

Dieser Ort ist magisch! Er ist umgeben von den Elk Mountains, von „Aspen Tree“ Wäldern und unendlich vielen Wildblumen. Crested Butte strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, die Welt scheint sich hier etwas langsamer zu drehen. Vor jedem Haus stehen Cruiser-Bikes, für viele ist er auch die Wiege des Mountainbike-Sports und nicht zu unrecht beschreibt ihn der Reiseführer als „painfully pretty“. Es ist der letzte Ort bevor der Highway 135 einfach in den Bergen endet. Genau hier beginnt die Schotterstraße namens Gothic Road, die uns zunächst zum Schofield Pass und zugleich zum Einstieg des „401 Trails“ bringt. Nach ein paar knackigen Höhenmetern bergauf beginnt der Spaß: Singletrail-Surfen in einem Meer aus Wildblumen!
Das war überwältigend und überraschend zugleich, da wir vor 6 Jahren schon einmal hier waren (damals allerdings im Herbst) und hier nur einen von Kühen zertrampelten und gefrorenen Trail ohne eine einzige Blume vorfanden. Eine gute Entscheidung diesmal schon im Juli hier vorbei zu schauen!


Breckenridge, CO

Zufällig war am gleichen Wochenende ein Rennen namens „Breckenridge 100“. Die Rede ist hier von einem 100 Meilen Rennen (also 160 km) fast ausschließlich auf den zauberhaften Trails der Gegend. Nach unserer ersten Tour war klar, dass wir als Flachland-Indianer hier bei keinem Rennen antreten brauchen. Die Trails liegen alle auf über 3.000 Meter und daran werden wir bei jedem noch so kleinen Anstieg erinnert.

Anstatt die Trails im Rahmen des B100 Rennens zu fahren haben wir uns dann doch aufs Tourenfahren „beschränkt“. Auch ohne Rennen hat am Georgia Pass das Vergnügen begonnen: 30km “Colorado Trail” vom Feinsten. Hierbei handelt es sich um einen 800 km langen Fernwanderweg von Denver nach Durango, d.h. wir haben noch weitere 770 “Colorado Trail” Kilometer zu erkunden!