I think I fell in love with Idaho.

But I’m not allowed to tell you. Here is why: I met a local guy at the dump station in Hailey the other day. After he asked me what I think about the area, I told him that I really like it here. And he immediatly said: “Don’t tell anybody!”.

I have never been in Idaho before. The only thing I knew was that Idaho stands for potatoes. As I really like potatoes, I guess it is no surprise that I really like Idaho. I spend more than a week in and around Ketchum. The village with less than 5,000 people is small enough that it doesn’t feel crowded and big enough that it offers all you need (like the daily dosage of delicious ice cream at the Ketchum Town Square). But the best things are the surrounding mountains and forests. They look more like rolling hills but whenever you get higher you see the huge mountain chains. Probably that’s where the name “Sawtooth” comes from, the name of the national forest, which I called “home” for the last week.

One reason why it felt so good here was, that there were plenty of free camping opportunities very close to town. I have found one of the most stunning campsites I’ve ever seen here. Another reason why I enjoyed Ketchum a lot was the amount of things to do. They have tons of trails and dirt roads, which makes it a huge playground. My first “mission” was to ride all of the gravel rides from the event “Rebecca’s Private Idaho” (which I missed by one week). They claim to ride the “gravel less traveled” and I can confirm that it is true. On the 100 miles ride called the “Baked Potato” I havn’t met another biker, I havn’t had the chance to fill up water at a store or eat a cake at a bakery. Nope, nothing like that. Just gravel roads, rolling hills and cows. (In order to reduce concerns: yes, I saw other people, but I saw definitly more cows than people). It felt very far away from everything, but also very peaceful. It was an awesome and exhausting day and one of the craziest things I’ve ever done on my own (and definitly less dusty than at the race day, which is BTW today).

After I left the valley further north, Idaho was not disappointing at all. I drove through very scenic parts and I found the Kirkham Hot Springs by accident, where I played almost an hour in the hot and cold water before I drove on towards Garden Valley. It was already late and I had no idea where to camp that night when I drove into a traffic jam. They closed the road to fight a wildfire just after the tiny village of Garden Valley. The car infront of me had a licence plate from Switzerland. I talked to the couple for a few minutes until they re-opened the road again. We drove on and by accident we landed on the same campground that night and talked about our trips next to a campfire. It was really nice to have company.

Ich glaube, ich habe mich in Idaho verliebt.

Ich darf es euch aber nicht sagen. Hier ist der Grund dafür: Vor kurzem habe ich in Hailey an einer Entsorgungsstation für Wohnmobile einen Einheimischen getroffen. Als wir beide unser Klo geleert haben, fragte er mich wie mir die Gegend gefällt und ich antwortete, dass es mir hier wirklich sehr, sehr gut gefällt. Dann hat er wie aus der Pistole geschossen gesagt: “Sag’s aber niemanden weiter!”.

Es ist das erste Mal, dass ich im Bundesstaat Idaho bin. Idaho habe ich bisher nur mit Kartoffeln in Verbindung gebracht. Da ich ein großer Kartoffel-Fan bin, ist es wohl kein Wunder, dass es mir in Idaho so gut gefällt. Über eine Woche habe ich in der Nähe von Ketchum / Sun Valley verbracht. Der Ort hat gerademal 5.000 Einwohner und ist nicht zu groß und nicht zu klein. Er hat alles was man braucht (wie zum Beispiel einen super Eisstand mitten auf dem kleinen Marktplatz). Aber das beste sind die Berge und Wälder ringsherum. Es sind eher sanfte Hügel bewachsen mit Salbei-Büschen. Je höher man kommt, umso beeindruckender wird die Kulisse. Die großen Bergketten sehen aus wie Sägezähne, vermutlich hat daher der National-Wald, den ich für eine Woche meine Heimat nannte, seinen Namen “Sawtooth”.

Ein Grund warum es mir hier so gut gefallen hat, waren die unzähligen Camping-möglichkeiten nicht weit entfernt von Ketchum. Ich glaube, ich habe hier einen der beeindruckendsten Campingplätze überhaupt gefunden. Darüber hinaus ist die Gegend ein riesiger Spielplatz. Es gibt tausende Wege für Mountainbikes und unglaublich viele sehr wenig befahrene Schotterstraßen. Eine meiner ersten “Missionen” war es, alle Strecken von dem Rennen “Rebecca’s Private Idaho” mit dem Gravelbike zu fahren. Rebecca hat den Spitznamen “Königin der Schmerzen”. Es sollte also anstengend werden, auch wenn ich das eigentliche Rennen um eine Woche verpassen sollte. Das Rennen läuft unter dem Motto “Die wenig befahrenen Schotterstraßen”. Auf der 160 Kilometer Runde mit dem Namen “Ofenkartoffel” habe ich keinen anderen Radfahrer getroffen. Es gab auch keinen Shop, um Wasser aufzufüllen und auch keine Bäckerei zum Kuchen essen. Nee, nix dergleichen. Es gab einfach nur Schotterstraßen, Berge und Kühe. (Um euch aber zu beruhigen: ja, ich habe andere Menschen getroffen, aber nur wenige, es waren deutlich mehr Kühe als Menschen). Der Tag war genial, aber auch anstrengend und mit Sicherheit eines der krassesten Touren, die ich je alleine gefahren bin. Es fühlte sich sehr weit weg von allem an und gleichzeitig sehr friedlich. (Und es war sicherlich nicht so staubig wie bei dem Rennen, was übrigens genau heute stattfindet).

Bei der Weiterfahrt hatte ich erst Sorge, dass es nirgendwo mehr so schön sein wird, aber die Sorge war unbegründet. Idaho hat auf der ganzen Fahrt gen Norden nicht enttäuscht. Die Landschaft ist sehr beeindruckend. Zufällig habe ich die heißen Quellen von “Kirkham” gefunden und so wurde aus einer kurzen Pause ein einstündiger Badespaß. Immer wenn das Wasser zu warm wurde, bin ich etwas weiter Richtung Fluss geschwommen und es wurde wieder angenehm kühl. Danach ging es weiter Richtung Garden Valley. Es war schon spät am Nachmittag und ich hatte noch keine Ahnung, wo ich übernachten werde. Dann fahre ich plötzlich an ein Stauende heran. Wie sich herausstellte, wurde die Straße kurz wegen eines Waldbrandes gesperrt. Direkt vor mir entdecke ich ein Auto mit Schweizer Kennzeichen. Wir quatschen kurz und schon konnten wir weiterfahren. Zufällig fahren wir in die gleiche Richtung weiter und zufällig landen wir später am Abend auf dem selben Campingplatz, wo wir unsere Unterhaltung am Lagerfeuer fortsetzten.

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